Station 9 Geologiepfad Malbun: Gipsgestein näher betrachtet

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Was Gipsgestein über Klima und Jahreszeiten der Trias Zeit erzählt.

In einem flachen Becken am Rande des Meeres verdunstete Salzwasser. Dabei blieben die im Wasser gelöste Stoffe am Grunde zurück. In regelmässigen Abständen floss vom nahen Festland Wasser ins Becken und brach feinen Staub und Schlamm mit, der sich über den Gips legte. Das Gipsgestein zeigt daher eine Bänderung von abwechselnd hellen und dunklen Streifen. Der Gips ist hell, das eingeschwemmte Material ist dunkel. Die Regelmässigkeit des Streifenmusters lässt auf einen gleichmässigen Wechsel von Verdunstung und Einschwemmung schliessen. Grund dafür war wahrscheinlich der Wechsel der Jahreszeiten in der Trias-Zeit vor über 200 Millionen Jahren. Trocken- und Regenzeiten folgten aufeinander sowie heute in den Gebieten an den Rändern der Wüsten.

 

Info:

Wie faltet man Gestein?

Die Bänderung im Gipsgestein zeigt mancherorts Falten. Diese entstanden, wenn das Gestein durch tektonische Bewegungen unter Druck kam. Doch nicht nur weiches Gipsgestein ist verfaltbar. Auch steinharter Kalk und viele andere Gesteine wurden während der Gebirgsbildung gefaltet. Gestein kann nur unter sehr hohem Druck, hohen Temperaturen und meist im Beisein von Wasser gefaltet werden. Falten zu bilden dauert Jahrtausende. Falten, wie im Kalkstein des Fläscherbergs bei Balzers, entstanden nicht an der Erdoberfläche. Solche Falten wurden tief im Meeresgrund gebildet, als der Meeresboden noch unter Wasser lag und durch den Kontinentaldrift bereits zusammengepresst wurde. Die Bedingungen zur Verfaltung von Kalk sind erst in fast einem Kilometer unter der Erdoberfläche gegeben. Als das Gebirge schliesslich aus dem Meer gehoben wurde, waren die Falten bereits entstanden.

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