Station 4 Geologiepfad Malbun: Wie entstehen Höhlen?

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Durch Verwitterung von Kalkstein können sich anfängliche Risse zu Höhlen ausweiten.

Kalk wird in Wasser aufgelöst. Die Lösungsverwitterung setzt dort am leichtesten an, wo Risse dem Wasser eine Angriffs-möglichkeit geben. Auch Dolomit- und Gipsgesteine sind der Lösungsverwitterung ausgesetzt. In ihnen entstehen aber kein Höhlen, weil diese Felswände bei Verwitterung zerbröseln, und zerfallen. Die Felswände aus Kalk sind stabiler und stürzen nicht ein. Diese kleine Höhle in der Felswand vor uns und die grossen «Bärenlöcher» in den Felswänden auf der gegen-überliegenden Talseite bei Pradame befinden sich im gleichen Kalkgestein.

 

Info:

Die Höhlen sind auch Spuren der Eiszeit

Das natürliche Regenwasser ist leicht sauer und kann daher Kalkstein auflösen. Das Regenwasser enthält Kohlendioxid aus der Atmosphäre welches mit Wasser zu Kohlensäure reagiert. Die Auflösung erfolgt sehr langsam. Eine flache Kalkstein-Ebene würde von Regenwasser allein nur um 25mm in 1000 Jahren aufgelöst. Wenn Wasser fliesst, ist der Lösungsprozess schneller. Hinzu kommt, dass fliessendes Wasser Schwebestoffe und Geröll mit sich führt, welches den Stein auch mechanisch abschleift. Die hier sichtbaren Höhlen dürften aus der Zeit stammen, als fliessendes Wasser am Gletscherrand hier Wirbel und Strudel bildete.

 

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