Station 3 Geologiepfad Malbun: Was für Steine liegen im Bachbett?

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Die Steine im Bachbett wurden vom Schlucherbach her gespült und haben eine lange Geschichte.

Ursprünglich waren alle lose herumliegenden Steine Teile der Felswände rund um den Schlucher. Durch Wind und Wetter, Eis und Schnee werden die Felswände angegriffen und zerfallen. Diesen Vorgang nennt man Verwitterung. Wir finden in diesem Bachbett Kalke, Dolomite, Gipse und Rauwacken aber auch seltenere Radiolarite. Diese haben eine völlig andere Entstehungsgeschichte als die anderen Gesteine. Sie stammen nicht aus einem untiefen Meer unter Wüstenklima, sondern aus der Tiefsee.

Interessant sind auch die roten Sandsteine in den Bachverbauungen. Sie kommen im Malbun zwar nicht vor, können aber nicht weit von hier im Valorschtal, im Valünatal und in Triesenberg angetroffen werden. Sie sind mit 250 Millionen Jahren die ältesten Ablagerungsgesteine des Tethysmeers und stammen aus der Zeit als dieses begann sich zu öffnen. Sie beste-hen aus versteinertem Sand, der vom nahen Festland ins untiefe Meer gespült wurde.

 

Info:

Der Kreislauf der Gesteine

Alle Gesteine in diesem Bachbett gehören zur Gesteinsgruppe der Ablagerungsgesteine. Sie wurden einst als Lockermaterial wie Sand, Kies oder Schlamm auf dem Meeresgrund abgesetzt und verhärteten später zu Stein. Sie zeigen noch heute die Spuren der Zeit ihrer Ablagerung und lassen viele Schlüsse über die damalige Welt zu. Nebst Ablagerungsgesteinen gibt es auf der Erde auch Erstarrungsgesteine. Das sind Gesteine, die aus glühend heissen Schmelzen tief im Erdinneren entstanden, als diese erkalteten, oder von Vulkanen ausgespuckt wurden und erstarrten. Durch Kontinentaldrift und Gebirgsbildung werden Gesteine, die sich einst an der Oberfläche befanden manchmal tief ins Erdinnere gepresst. Dabei verändern sie sich. So entstehen Umwandlungsgesteine. Über die Jahrmillionen können beliebige Ausgangsgesteine durch solche Prozesse umgewandelt werden. So befinden sich die Gesteine in einem fortwährenden Kreislauf.

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