Station 11 Geologiepfad Malbun: Eiszeitliche und nacheiszeitliche Talformung
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Anfahrt
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Ins eiszeitliche U-Tal wird nacheiszeitlich ein V-Tal eingesägt
Beim Blick ins Malbuntal sind zwei ganz unterschiedliche Talformen erkennbar, die beide durch die Arbeit von Wasser entstanden sind. Der Talkessel von Malbun und die einzelnen Nebentäler, wie das Vaduzer Täle und das Bergtäle haben die Form gerundeter Schüsseln. Im Querschnitt erinnert diese Form an den Buchstaben «U». Daher werden solche Talformen U-Täler genannt. Um ein solches Tal herauszuarbeiten benötigen Gletscher hunderttausende von Jahren. In der Mitte des Tals fliesst der Malbunbach in einem scharf V-förmigen Einschnitt. Ein solches V-Tal entsteht, wenn sich ein Bach in die Landschaft einsägt. Das V-Tal, in dem der Bach heute fleisst, entstand nachdem der Geltscher geschmolzen war. Die Form ist Nacheizeitlich entstanden und nur wenige Tausend Jahre alt.
Info:
Eis und Wasser sind weicher als Stein und formen doch Täler
Wie kann Wasser Täler aus festem Felsen ausschleifen? Genau genommen schleift weder ein Gletscher noch ein Bach Felsen ab. Aber beide führen Geröll mit sich. Gletscher von der Grösse des Malbuntal Gletschers fliessen rund 10 cm pro Tag. Dabei ziehen sie das Geröll und feinen Sand an ihrer Sohle mit. Dieses Gesteinsgemisch heisst Grundmoräne. Indem ein Gletscher an seiner gesamten Grundfläche so die Landschaft abschleift, formt er ein breites U-Tal. Ein fliessender Wildbach reisst ebenfalls Geröll in seinem Bachbett mit. Dieses sägt die Landschaft entlang einer Linie wie ein V ein. Das kleine V-Tal des Malbunbachs wurde noch nicht in den felsigen Untergrund eingeschnitten, sondern erst in die Grundmoräne des ehe-maligen Gletschers, die den ganzen Talgrund bedeckt.
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